Wieder normal: die USA


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

AUSLAND Nach dem Erdrutschsieg der Demokraten verabschiedet sich das Land von seinem eindimensionalen Konservativismus

Als Pentagonchef Donald Rumsfeld zum Kollateralschaden der amerikanischen Kongresswahlen wurde, war klar: Auch die Strategen des Weißen Hauses haben den Irakkrieg als den entscheidenden Grund für den Vertrauensverlust der Bevölkerung ausgemacht. Aber die Rückeroberung von Repräsentantenhaus und Kongress nach zwölf Jahren durch die Demokraten stellt einen noch weit tiefer gehenden Einschnitt dar.

Flashback: Wenn man in den letzten Jahren aus den USA nach Europa kam, dann hatte man oft das Gefühl, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. Die amerikanische Politik dreht sich tagaus, tagein um ein einziges Thema: Terrorismus, Terrorismus und nochmals Terrorismus. Wie besessen schien die Öffentlichkeit von der Vorstellung, dass schlicht alle gesellschaftlichen Probleme irgendwie mit den Anschlägen des 11. September verbunden sind. Der Triumph der Demokraten hat diesen

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