Die Angst im Nacken

Julia Ortner | Politik | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

KOALITION Albtraum Minderheitsregierung: 1970 war diese zutiefst unösterreichische Regierungsform kein Weltuntergang, sondern Ausgangspunkt großer Reformen. Könnte ein SPÖ-Minderheitenkabinett nun auch mehr bieten als die Ruhe vor dem Sturm?

Der jüdische Großbürger und der Mann mit der dunklen NS-Vergangenheit. Bruno Kreisky und Friedrich Peter waren ein seltsames Paar. Doch noch in der Wahlnacht 1970 lud der SPÖ-Vorsitzende den Chef der Freiheitlichen nach dem roten Wahlsieg über die ÖVP in sein Büro in der Löwelstraße zum vertraulichen Gespräch. Niemand wusste von dem Treffen. Kein Wunder, denn die Situation war heikel: Der schwarze Kanzler Josef Klaus hatte gerade eine Koalition mit den Blauen ausgeschlossen, manche Sozialdemokraten wollten bei Peter & Co nicht einmal anstreifen, und die Freiheitlichen hatten sich selbst in ein strategisches Dilemma manövriert. Mit ihrem Wahlslogan "Kein roter Bundeskanzler, keine schwarze Alleinregierung!" standen sie nun da - quasi zwischen

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