Politik für Babys

Politik | Robert Misik | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

GESPRÄCHSREIHE Der dänisch Soziologe Goesta Esping-Andersen erklärt, warum wir "einen neuen Wohlfahrtsstaat" brauchen.

Dass sich der Ton in den sozialpolitischen Diskussionen in Europa merklich gewandelt hat, liegt nicht nur an Goesta Esping-Andersen. Aber es liegt ziemlich stark an dem 59-jährigen dänischen Wohlfahrtsstaatstheoretiker, der gegenwärtig als Professor an der Universität Barcelona wirkt. Er berät linke Parteien und Regierungen von Belgien bis Portugal und nebenbei auch noch die Weltbank. Vor allem aber legt er seit nunmehr einem Jahrzehnt dar, was am alten Wohlfahrtsstaat nicht mehr funktioniert und warum wir daher einen "neuen Wohlfahrtsstaat" brauchen.

Esping-Andersen hat Einfluss, weil er die Dinge konzise zusammendenkt: Bildungspolitik, die demografische Entwicklung, den gesellschaftlichen Wandel, die Rentenkrise. Und weil er, was heutzutage auch nicht schadet, wenn man Gehör finden will, zugespitzte Sätze sagt - etwa, "dass jede gute Politik mit Babys anfängt".


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