Spielerisch ernst

Thomas Prlic´ | Medien | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

COMPUTERSPIELE I Spielen, aber pädagogisch wertvoll: "Serious Games" sollen helfen, politische Inhalte zu vermitteln.

Die Hubschrauberrotoren knattern, aus dem Funkgerät tönen knisternd die Befehle des Einsatzleiters, unten am Boden laufen hektisch Menschen herum. Computerspieler kennen solche Szenarien: Eine flotte 3-D-Animation als Einstieg, ein kurzes mission briefing, und dann geht es dem Feind mit Mausklick-Gewehrsalven ordentlich an den Kragen. Das Onlinespiel "Food Force" funktioniert aber ein wenig anders: Der Offizier, der die Instruktionen erteilt, ist ein Uno-Mitarbeiter, der Hubschrauber hat erst gar keine Waffen an Bord, und anstatt reihenweise feindliche Soldaten abzuknallen, muss man hier als Pilot Flüchtlinge mit Hilfspaketen versorgen.

"Serious Games" nennen sich solche Spiele, die statt der sonst üblichen Computerspielplots ernsthafte Themen zum Inhalt haben. Mit "Food Force" wirbt derzeit etwa das "World Food Programme" der Uno für seine Anliegen. Das Szenario von

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