Kommentar

Wer will das Künstlerhaus?

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

Der scheidende Präsident des Künstlerhauses Manfred Nehrer zieht eine positive Bilanz seiner zehnjährigen Tätigkeit (siehe dazu auch S. 71). Es sei ihm gelungen, die Finanzen des Vereins zu konsolidieren. Die Begehrlichkeiten anderer Häuser, etwa der Kunsthalle Wien oder des Kunsthistorischen Museums, konnten erfolgreich abgewehrt werden. "Herr Matt wird weiterhin im Museumsquartier bleiben müssen", zerstreute Nehrer das Gerücht, die Stadt Wien plane in einem Deal mit dem Bund den Kauf des Hauses, um der von Gerald Matt geleiteten Kunsthalle einen neuen Standort zu verschaffen.

Tatsächlich wäre der Gründerzeitbau am Karlsplatz für Ausstellungen besser geeignet als die unsichtbare Riesengarage im MQ, called Kunsthalle. Aber auch das Kunsthistorische hätte Platzbedarf für Wechselausstellungen; das Künstlerhaus wäre mit seinen wunderbaren Oberlichtsälen bestens geeignet. Oder das Wien Museum, das seine aktuelle Ausstellung "Großer Bahnhof" in ein Kabinett quetschen muss. Oberirdisch


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