Späte Liebe

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

THEATER "Der Theatermacher" in der Josefstadt: Otto Schenk spielt Thomas Bernhard - aber wo ist die Pointe?

Thomas Bernhards "Theatermacher" ist in Wien deshalb so berühmt, weil mit diesem Stück einst die Ära Peymann am Burgtheater eröffnet wurde. "Was, hier, in dieser muffigen Atmosphäre?" Mit diesem Satz seine Direktion zu beginnen war vielleicht Peymanns bester Witz. Und weil Witze nicht besser werden, wenn man sie ein zweites Mal erzählt, ist der erste Satz gestrichen, wenn Otto Schenk als Theatermacher jetzt die Bühne des Theaters in der Josefstadt betritt.

Ja, ja, Otto Schenk spielt erstmals Thomas Bernhard. Direktor Herbert Föttinger, so war zu lesen, habe seinen zunächst skeptischen Altstar dazu überredet. Die Sensation hält sich in Grenzen. Wenn der "Theatermacher" schon in Reichenau gespielt wurde (so geschehen 2003, mit Wolfgang Hübsch), warum soll dann nicht auch Otto Schenk den Theatermacher spielen? Rein äußerlich ist der Abend ein einziges Déjà-vu-Erlebnis:

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige