Wer rastet, kostet

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

KUNST Nach zehn Jahren tritt Künstlerhaus-Präsident Manfred Nehrer ab. Er hinterlässt den Künstlerverein ohne Schulden - und ohne Zukunft.

Wir haben uns finanziell konsolidiert", sagt der Architekt Manfred Nehrer auf seiner Abschiedspressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Kurz nach Redaktionsschluss wurde sein Nachfolger eruiert: Die beiden Vizepräsidenten der Gesellschaft bildender Künstler, der Maler Joachim Lothar Gartner und der Bildhauer Walter Kölbl, stellten sich am Dienstagabend der Wahl des etwa 500 Mitglieder zählenden Vereins.

Die Amtszeit Nehrers begann vor zehn Jahren ebenfalls mit einem Kassasturz. Aufgrund der schlechten Finanzlage des Kulturzentrums, in dem sich neben den Ausstellungsräumen auch ein Kino, ein Theater und ein Restaurant befinden, hatte sein Vorgänger Peter Kodera für eine Vermietung des Hauses an den Sammler Karlheinz Essl plädiert. Die Vollversammlung des 1861 gegründeten und aus mehreren Sektionen bestehenden Künstlervereins lehnte ab. Nehrer

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