Gute Idee

Kultur | Matthias Dusini Und Nicole Scheyerer | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

KUNST Die Generali Foundation zeigt eine Ausstellung über die Geschichte der Konzeptkunst. Die Künstler Andreas Fogarasi und Dorit Margreiter beweisen deren ungebrochene Aktualität.

Der Preis für das Bild von Jackson Pollock war der höchste, der jemals für das Werk eines zeitgenössischen Künstlers erzielt wurde. Zwei Millionen Dollar bezahlte die Australische Nationalgalerie in Canberra 1973 für "Blue Poles, No. 32" (1952). Die Autoren der linken amerikanischen Künstlerzeitung Left Curve sahen darin nur ein weiteres Indiz für den Bankrott des "formalistischen Extremismus", als deren Ikone der 1956 verstorbene Pollock ihnen galt. In abgedruckten Seminaren über den "Kulturimperialismus" sprach man, Friedrich Nietzsche auf Deutsch zitierend, von einer elitären "Kunstwelt" und - nach Antonio Gramsci - von "kultureller Hegemonie". "Warum nur", seufzte die Fotografin Sarah Charlesworth in der ebenfalls von Künstlern herausgegebenen Zeitschrift The Fox, "haben wir so viele Freunde


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