AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

Als die HMS Beagle am 27. Dezember 1831 im englischen Davenport nach zwei vergeblichen Versuchen endlich auslief, konnte niemand ahnen, dass auf ihrer Reise die Grundlagen zu der wohl wichtigsten Idee der jüngeren abendländischen Kultur gelegt werden sollten. An Bord der von Kapitän Robert Fitzroy befehligten Brigg befand sich ein 22-jähriger studierter Theologe und begeisterter Naturkundler namens Charles Darwin, der die fünfjährige Weltreise für umfangreiche Forschungen nützte und über seine zahlreichen Entdeckungen minutiös Tagebuch führte. Zum Beispiel über die Begegnung mit den Patagoniern auf Feuerland, "ausnahmslos das merkwürdigste und interessanteste Schauspiel, dessen ich je ansichtig wurde. Ich hätte nicht geglaubt, wie groß der Unterschied zwischen dem wilden und dem zivilisierten Menschen ist." Darwin berichtet in einer erstaunlich literarischen Sprache auch darüber, wie er nach Fossilien grub oder verschiedene Finkenpopulationen beobachtete, deren unterschiedliche


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