"Kapitalistischer als die Kapitalisten"

Herwig G. Höller | Steiermark Politik | aus FALTER 46/06 vom 15.11.2006

KRITIK Der deutsche Soziologe Oskar Negt findet die Globalisierung kriminell, hält die Sozialpolitik von Gerhard Schröder für verfehlt und eine Grundsicherung für absolut vernünftig.

Student von Theodor Adorno, Assistent bei Jürgen Habermas, Professor von Joschka Fischer, Freund von Gerhard Schröder: Oskar Negt gilt als einer der wichtigsten Vordenker unter Deutschlands Sozialdemokraten. Vergangene Woche war der eifrige Globalisierungskritiker und Gewerkschaftsfan Gast im von Stadträtin Tatjana Kaltenbeck (SPÖ) organisierten "forum morgenrot" in Graz. Zuvor unterhielt sich der Autor von "Arbeit und menschliche Würde" und "Wozu noch Gewerkschaften?" mit dem Falter.

Falter: Sie sprechen in Bezug auf Globalisierung von "interessenbewusstem Betrug". Klingt kriminell: Wie sieht der Tatbestand dieses Verbrechens aus?

Oskar Negt: Das Verbrechen besteht darin, dass den Menschen weisgemacht wird, die Globalisierung sei ein unabdingbares Naturgesetz. Afrikas Anteil am Welthandel betrug 1980

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