Qualität statt Quantität

Vorwort | Peter Filzmaier | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

KOMMENTAR Im andauernden Neuwahl-und Koalitionszwist bleibt die politische Bildung wieder einmal auf der Strecke.

Die Parteien haben vor und nach der Wahl allerlei Befindlichkeiten er-und ausgelebt. Doch über mangelnde Aufmerksamkeit kann sich niemand beklagen. Im Fernsehen und in Zeitungen dominieren mit Ausnahme von Natascha Kampusch seit Monaten innenpolitische Schlagzeilen über chronikale Sex-and-Crime-Berichte.

Weil Medien im Quotenzeitalter kaum Inhalte (re-)produzieren, die kein Schwein sehen oder lesen will, wäre demzufolge das Schlaraffenland der Politikvermittlung erreicht. Wer immer Aufgaben der politischen Bildung erfüllt, darf sich nicht länger über die Apathie seiner Zielgruppen beklagen. Nirgendwo treffen Produkte der Bildungsarbeit auf ein mit der Politik vergleichbares Interesse. Diskussions-und Seminarveranstaltungen, welche in Nichtwahlzeiten Kollegen und Freunde des inzestuösen Diskurses versammeln, sind nun bis zum letzten Platz gefüllt.

Den Wahlkampagnen und Koalitionsverhandlungen


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