Pizza für Mohammed

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

ISLAM Vor einem halben Jahr sorgte die Al-Azhar-Schule mit falschen Stundenplänen und unangemeldeten Lehrern für Aufregung. Nun darf sie vorerst weiterhin Zeugnisse ausstellen.

Koran", ist sich Mohammed sicher, sei sein Lieblingsfach. Der Achtjährige sitzt in der zweiten Klasse der Volksschule Al Azhar. Vormittags liest er von links nach rechts, nachmittags von rechts nach links, wenn er die Worte und Sprache des Propheten studiert.

Rund 200 muslimische Schüler - vom Taferlklassler bis zum 17-Jährigen - nehmen in der Privatschule in Wien-Floridsdorf neben dem österreichischen Lehrplan auch den ägyptischen durch. Sie werden vor allem in Arabisch und in islamischen Fächern unterrichtet, wie etwa Rezitation oder Recht. "Die Kinder sollen ihre eigene Identität bewahren, aber gleichzeitig mit der Landessprache Deutsch aufwachsen", erklärt Hassan Mousa, Obmann des Al-Azhar-Erhaltervereins. Die Schule, die sich als Vorzeigeobjekt von Integration sieht, wurde im Frühjahr zum "Skandalfall",


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