"Ich bin der Antiromantiker"

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

THEATER Demnächst hat in Wien das neue Stück von René Pollesch Premiere. Der deutsche Regisseur und Autor über Theorie und Alltag, Liebe und Arbeit, schreiende Schauspieler und rassistische Regisseure.

Der Autor und Regisseur René Pollesch, 44, hat eine neue Sprache in das deutsche Theater gebracht. Seine Stücke heißen "Insourcing des Zuhause - Menschen in Scheißhotels", "Bei Banküberfällen wird mit wahrer Liebe gehandelt" oder "Schändet eure neoliberalen Biografien!" und beziehen ihren schrillen Witz aus scharfen Kontrasten: Filmplots oder TV-Formate werden mit aktuellen Theorien zu Globalisierung, Neoliberalismus oder Stadtplanung kurzgeschlossen. Zusammen mit dem exaltiert-hysterischen Spiel, zu dem Pollesch seine Schauspielerinnen und Schauspieler animiert, ergibt das ein Theater, das der Kritiker Till Briegleb mit "Ally McBeal als linke Buchhandlung auf Speed" umschreibt.

Der in der hessischen Kleinstadt Friedberg geborene Pollesch ist Absolvent des renommierten Instituts

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