Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

Sex

Sex ohne Mutter Letztens las ich auf dem sonst recht mittelmäßigen Sprüchekalender am Häusel: "Unlängst kam ich mit meiner Sexualität in Berührung. Es war ekelhaft." Fand ich witzig. Daraufhin surfte ich in einem Forum für von sexueller Unlust gelangweilte Frauen. Da behauptet eine - Achtung, Schmerzwort! - Sexpertin, die Mütter wären schuld. Sie würden ihren Töchtern nichts über ihre Lust und überhaupt die Lust der Frau erzählen. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei meiner Mutter bedanken, die mich diesbezüglich mehr als verschont hat. Ich erinnere mich an meinen einzigen Aufklärungsdialog: "Mutti, wo kommen die Babys raus?" "Unten." "Wo unten?" "Na unten." So muss das laufen, so kann man den Sex selber erfinden. Ich meine, GUTEN ABEND, wer hält denn das aus: "Hallo Schatz, wie war die Schule? Okay? Und? Heute schon geil gewesen? Höhöhö!" Eltern gehören doch eher in den Bereich der "die haben sicher nie, und wenn, dann nur in der Anzahl der Geschwister und nur damit es uns gibt". Bitte, ja?

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Fussball

Unabsteigbar Das unschöne Wort "unabsteigbar" wurde einst von Fans des (seither mehrfach abgestiegenen) VfL Bochum kreiert und entspringt purem Wunschdenken. Theoretisch kann natürlich jede Mannschaft absteigen, auch wenn das manchmal die Vorstellungskraft übersteigt. Womit wir beim Thema wären: Rapid hat die Herbstmeisterschaft als Letzter abgeschlossen. Eine ungewohnte Situation, in der einem als Rapidler seltsame Fragen durch den Kopf gehen: Gilt der Mietvertrag für das Hanappistadion auch in der Red Zac Liga, oder müsste Rapid dann auf die Hohe Warte übersiedeln? Wo genau liegt Schwanenstadt? Könnte die Bundesliga im Ernstfall auf elf Vereine aufgestockt werden? Stimmt es, dass die Letzten die Ersten sein werden? Und wenn ja, wann ungefähr?

WOLFGANG KRALICEK


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