Nur keinen Rheinfall

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

JUBILÄUM Das Schikaneder ist das zweitälteste Kino der Stadt. Johannes Wegenstein und Markus Alzinger haben das Kleinkino in den letzten zehn Jahren zu einem Szenetreff gemacht - und gehen die 100-Jahre-Feierlichkeiten gemütlich an.

Kinobetreiberkollegen gaben den beiden höchstens zwei Monate. "Wir wollten das einfach mal ausprobieren, so nebenbei, hatten aber kaum Geld", sagt Johannes Wegenstein, der, gemeinsam mit Markus Alzinger, vor zehn Jahren das Schikaneder-Kino übernahm. Anfangs sah es auch wirklich nicht gut für sie aus: Am ersten Abend, an dem sie einen Film zeigen wollten, standen die zwei gespannt an der Theke - und kein Mensch kam. "Es war ,Amadeus' und niemand wollte den Film sehen. Wirklich niemand", erinnert sich Wegenstein. Dass die Branchenneulinge trotzdem nicht sofort wieder zusperren mussten und die beiden das Schikaneder bis heute erfolgreich führen, verdanken sie einerseits Krzysztof Kieslowski: Kurz vor dessen Tod im Jahr 1996 hatten sie die Farben-Trilogie


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