Ein Buch zum Frühstück

Stadtleben | Klaus Nüchtern | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

BUCHHANDLUNG Lhotzkys Literaturbuffet versorgt das Grätzel zwischen Tabor-und Praterstraße mit geistiger und ganz konventioneller Nahrung.

Vor einer Woche haben wir den Elektriker zum letzten Mal gesehen, die verbliebenen Verputzarbeiten machen wir selber", erklärt Kurt Lhotzky, der sich dann doch gegen die Naschmarktgegend und für das mäßig glamouröse Taborstraßenviertel entschieden hat. Gemeinsam mit seiner Frau Andrea systematisch unternommene Spaziergänge haben ihn nämlich davon überzeugt, dass die Mischung hier - altersmäßig, ethnisch, sozial - perfekt passt, um "Bücher, die man selber gut findet", unter die Leute zu bringen. Und weil das Ambiente zum Schmökern und zur Kommunikation auch wirklich anregen soll, hat Lhotzky die Idee vom Literaturbuffet wörtlich genommen: Man bekommt hier nicht nur Krimis, Kinderbücher, Belletristik und Theorie (die blaue Marx-Engels-Werkausgabe im Hinterzimmer ist fast vollständig), sondern auch was zum Essen und Trinken zu längst unüblich


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