Das erste Mal

Steiermark Politik | Christian Maier | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

SEXUALASSISTENZ Ein steirischer Verein will erstmals in Österreich Sexualassistenten für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung ausbilden. Rechtliche und moralische Schranken könnten den Sexdienst allerdings verhindern.

Das Jahr 2003 war für die Schweizer Behindertenorganisation Pro Infirmis finanziell eines der Schwärzesten der Geschichte. Ihr Vorhaben Sexualassistenten für Behinderte auszubilden, führte in den eidgenössischen Medien zu Dauerdebatten auf durchwegs niedrigem Niveau. Vor allem der Boulevard frohlockte: Sex gegen Bezahlung - darf denn das sein? Konservative Spender der Behinderteneinrichtung meinten Nein. Obwohl ihr Geld nicht für die Ausbildung herangezogen wurde, verzeichnete Pro Infirmis Spendeneinbußen in der Höhe von 40.000 Franken. Die Behinderteneinrichtung ließ die Idee schließlich fallen.

Dass die Ausbildung letztendlich doch stattfinden konnte, ist in erster Linie der Psychotherapeutin Aiha Zemp zu verdanken. Ihre Fachberatungsstelle übernahm


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