Hardcorediskurs

Steiermark Kultur | Tiz Schaffer | aus FALTER 47/06 vom 22.11.2006

STADTMENSCH Der Grazer Linguist Georg Marko hat die Verwendung schmutziger Wörter in englischen Pornotexten unter die Lupe genommen.

Georg Marko ist auch schon als "der Pornoprofessor" bezeichnet worden. "Genau das wollte ich eigentlich nicht haben", ärgert sich der Grazer Anglist. In der Tat tut man ihm damit unrecht. Allein deshalb, weil seine Dissertationsarbeit "Eine kritische Diskursanalyse der Pornografie" einen elementaren Aspekt von Pornografie nicht behandelt: das Bildmaterial. Aber auch die Analyse der expliziten Schreibe bietet Potenzial genug, um ein wenig mehr Licht auf die Themen Sexualität und soziale Rollenverteilung zu werfen. Gestoßen ist Marko auf das saftige Thema bei der Beschäftigung mit seiner Diplomarbeit, die das Bild der Frau in Frauenzeitschriften beleuchtete. Da kam ihm das Wörtchen "fuck" des öfteren unter - und zwar ausschließlich in der Konstellation "he fucks her". Zu diesem Zeitpunkt begann ihn auch zu interessieren, ob sich auch Beispiele für eine


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