Ns-Aufarbeitung

Zynismus gegen Opfer

Politik | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

In seiner bekannten Rede vor dem Nationalrat im Juli 1991 erklärte der damalige SPÖ-Bundeskanzler Franz Vranitzky nicht nur, dass zahlreiche Österreicher an den nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt waren, sondern er kündigte auch Entschädigungsmaßnahmen für die Opfer des Nationalsozialismus an, "um jenen zu helfen, die von den bisherigen Maßnahmen nicht oder nicht ausreichend erfasst" wurden. Vor allem Albert Sternfeld, der als 13-Jähriger aus Wien mit einem Kindertransport nach London fliehen konnte, und den Grünen ist es zu verdanken, dass schließlich vier Jahre später, nach langem Hin und Her, der Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus eingerichtet wurde. Die FPÖ brachte damals einen Zusatzantrag ein, dass der Fonds auch den "indirekten Opfern des Nationalsozialismus", den "Heimatvertriebenen", zugute kommen solle. Der Antrag wurde von den anderen Fraktionen abgelehnt.

Das Gesetz sollte am 27. April 1995, also anlässlich des fünfzigsten

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