"Würde die Wahl verlieren"

Gerald John | Politik | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

WIRTSCHAFT Wifo-Chef Karl Aiginger, möglicher neuer Finanzminister, über seine Rezepte gegen die Arbeitslosigkeit, die Erfolge und Flops der Ära Schüssel, die guten Seiten des Neoliberalismus und die eigene Rolle als Hofnarr.

Der Mann wird demnächst neben Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel sitzen - in welcher Rolle, ist noch nicht klar. SP-Chef Gusenbauer will Karl Aiginger, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), zumindest als Experten zu den Koalitionsverhandlungen einladen. Laut Gerüchten könnte der 58-jährige Wiener aber sogar neuer, überparteilicher Finanzminister werden. Schließlich lässt sich Aiginger nicht in eine Schublade stecken. Er tritt zwar für mehr Wettbewerb ein, schreibt aber auch dem Staat eine wichtige Funktion zu. In den Achtzigern entwarf Aiginger für den späteren ÖVP-Vizekanzler Josef Riegler das durchaus visionäre Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft, in jüngerer Vergangenheit arbeitete er unter anderem für Tony Blairs Starberater

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