"Ungeheuer gefährlich"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

IRAN Bahman Nirumand, deutsch-persischer Intellektueller, über Teherans Atomprogramm, die kontraproduktive Politik des Westens und die komfortable Lage des Mullahregimes.

Bahman Nirumand, siebzig, wurde bereits mit 14 Jahren von seinen Eltern zum Studieren nach Deutschland geschickt. Zurück im Persien des Schahs, engagierte er sich in der Opposition und entkam der Verhaftung nur dadurch, dass er in die BRD floh. Mitte der Sechziger war Nirumand, ein Freund Rudi Dutschkes, einem der Stars der deutschen Studentenbewegung. Nach dem Sturz des Schahs, 1979, kehrte Nirumand in den Iran zurück. Das Mullahregime zwang ihn aber schnell in den Untergrund, und er ging wieder nach Deutschland. Vor kurzem präsentierte Nirumand auf Einladung des Karl-Renner-Instituts sein Buch "Iran. Die drohende Katastrophe" in Wien.

Falter: Was kann der Westen gegen das iranische Atomprogramm tun? Oder hat er nur mehrere schlechte Optionen zur Auswahl?

Bahman Nirumand: Die Frage ist, was man anstrebt. Will man, dass


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