KOMMENTAR

Zu männlich, zu deutsch, zu Dramaturg

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

Mit der für das Kulturamt der Stadt Wien üblichen Verspätung hat Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny nun endlich die neuen künstlerischen Leiter von Schauspielhaus und dietheater Wien ernannt. Das Schauspielhaus wird ab Herbst 2007 von Andreas Beck geleitet, bei dietheater haben künftig Thomas Frank und Haiko Pfost das Sagen (siehe Artikel auf Seite 62).

Die überfälligen Personalentscheidungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: lauter Männer, lauter Deutsche, lauter Dramaturgen. Aber obwohl sich Geschlecht, Herkunft und Beruf der drei neuen Theaterdirektoren nicht wegdiskutieren lassen, spricht einiges dafür, dass die Herren die Richtigen sind. Vielleicht sogar, weil sie männliche deutsche Dramaturgen sind.

Erstens: Warum nur Männer? Das ist nicht zuletzt deshalb zu hinterfragen, weil Stadtrat Mailath-Pokorny erst unlängst wieder den geringen Frauenanteil in den Chefetagen des Kulturbetriebs moniert hat. Im Theaterbereich dürfen sich mit Sigrid Gareis (Tanzquartier) und Barbara

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