Das Meisterwerk fliehen

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

FILM Vom Stummfilm bis zum Farbfilm: Das Österreichische Filmmuseum zeigt das Gesamtwerk des französischen Regisseurs Jean Renoir, dessen Genie tief im Impressionismus des 19. Jahrhunderts verwurzelt ist.

Jean Renoir (1894-1979) diente im Ersten Weltkrieg zunächst bei der Kavallerie, wurde verwundet und sattelte zum Piloten in einer Fliegerstaffel um. Während eines kurzen Fronturlaubs suchte er in Paris zum ersten Mal eines jener Etablissements auf, von denen Kameraden ihm voller Begeisterung erzählt hatten: ein Kino, in dem man Filme mit Charlie Chaplin zeigte. Von diesem Moment an, weiß die Legende, war es um den jungen Mann geschehen. Renoir, der sich Zeit seines Lebens selbst als "Mensch des 19. Jahrhunderts" bezeichnete, hatte im Kino, der ersten Kunst des 20. Jahrhunderts, seine große Liebe gefunden.

Renoirs filmisches Schaffen reicht von der Ära des Stummfilms herauf bis in die des Fernsehens. Den ersten seiner 39 Filme ("Une vie sans joie") drehte er 1924, den letzten ("Le


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