LVB und B

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

MUSIK Vor elf Jahren ist Beethovens Geige aufgetaucht - und nun erstmals auf CD zu hören.

Es muss eine "schreckliche Musik" gewesen sein, wenn Ludwig van Beethoven selbst zur Geige griff. "In seinem begeisterten Eifer hörte er nicht, wenn er eine Passage falsch in die Applicatur einsetzte", berichtete sein Schüler Ferdinand Ries - wohlgemerkt lange vor der Ertaubung des Meisters 1819. Zwar wurde Beethoven schon als Kind in Violine und Viola unterrichtet, saß auch als Bratschist im Bonner Theaterorchester und nahm Jahre später in Wien bei seinem Lieblingsgeiger Ignaz Schuppanzigh Nachhilfestunden. Als Instrumentalist aber blieb er doch nur auf dem Klavier so ganz zu Hause.

Als Komponist freilich verstand Beethoven auch von Streichinstrumenten genug, um 17 der besten Streichquartette aller Zeiten zu schreiben und einige zwar weniger bekannte, aber um nichts weniger gute Werke für Geige und Klavier. Neben frühen Tänzen und Variationen entstanden immerhin zehn Violinsonaten, allein neun

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