Die Stimme des Poeten

Klaus Taschwer | Kultur | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

MUSIK Der Cantautore und Bahnbeamte Gianmaria Testa nimmt sich auf seiner neuen CD der Flüchtlinge an. Demnächst auch live in Wien.

Gianmaria Testas Karriere verlief immer schon ein wenig anders als die seiner Kollegen. Sein Plattendebüt gab der italienische Liedermacher erst mit 36; das Gitarrespielen und Liederschreiben hatte sich der Sohn einer piemontesischen Bauernfamilie selbst beigebracht. "Montgolfières" war dann gleich ein durchschlagender Erfolg - aber vor allem in Frankreich.

Elf Jahre und vier Platten später ist Testa auch in seiner Heimat in die Liga der großen Cantautori aufgestiegen, neben Paolo Conte zum Beispiel, an dessen jazzigen Sprechgesang Testas erste Platten erinnerten. Oder Fabrizio de André, den Testa für den wichtigsten Kollegen seiner Zunft hält. Mehrere Hunderttausend verkaufte Platten und Hunderte ausverkaufte Konzerte haben ihn freilich bis heute nicht daran gehindert, weiter seinem eigentlichen Brotberuf nachzugehen: am Bahnhof des piemontesischen

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