Schuss ins Leere

Nicole Scheyerer | Kultur | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

KUNST In der Secession führt Stan Douglas mit einem Film in die Goldgräberepoche Kanadas, die verdächtig an die heutige US-Politik erinnert.

Wer derzeit den Hauptsaal der Secession betritt, mag sich darüber wundern, dass dort ein Western auf großer Leinwand läuft. Man könnte eine weitere Bearbeitung des Wildwestgenres vermuten. Nur die Kenntnis von anderen Filmarbeiten des Kanadiers Stan Douglas lässt darauf wetten, dass die Sache trotz authentischer Cowboyhüte und Colts viel komplizierter ist.

Das erste Problem: Stan Douglas' neuer Film "Klatsassin" dauert 69 Stunden. Ursprünglich hatte der Pseudowestern weniger als sechzig Minuten Länge, der Computer spinnt die Filmsequenzen aber in "Permutationen" unendlich weiter. Dennoch macht auch die kurze Betrachtung klar, dass sich die Handlung um einen Mord im Goldgräbermilieu dreht. Wer den Deputy erschoss, der mit einem indianischen Häftling unterwegs war, wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Klingelt da etwas? Genau: Akira Kurosawas

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