Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

SEX

Jetzt mit Borat Eine Bekannte ist zu reich und sieht das jetzt ein. Sie hat nun ein Selbsttestdesaster zu verarbeiten, welches kaum zustande gekommen wäre, wenn sie sich gemütlich wie unsereins mit Infrastrukturerhaltungssorgen vergnügt hätte. Sie las kürzlich bei der Maniküre (!) in einem Frauenschasblatt über die These, dass im Falle von fortschreitender Beziehung neu angeeignetes geheimnisvolles Getue vor einem schleichenden Brüderlein-Schwesterlein-Dasein feit. So würde sie interessant bleiben und somit sexuell begehrenswert. Da hat sie aber die Rechnung ohne den pragmatisch veranlagten Herrn Lebensschlumpf gemacht. Szene: "Schatzi, ich gehe noch einmal aus und komme erst morgen wieder." "I kum mit." "Nein! Ich möchte das alleine machen!" "Wos haast allaaaa, der soi woatn, der neiche Pächta." "Äh. Äh." "Oisan, wos mochma? Na, gemma ins Kino und schauma si no amoi den Borat an, vielleicht gfoat a da jetz." "Äh. Okay." Wie immer, ich erbarme mich und übernehme ihr entfaltungsverhinderndes Vermögen.

HEIDI LIST

FUSSBALL

Wieder nix Was macht der leidgeprüfte Rapid-Fan, wenn er seine Mannschaft endlich wieder siegen sehen möchte? Ganz einfach: Er geht auf den Sportklub-Platz. (Funktioniert nur für schizophrene Typen wie mich, die auch eine Schwäche für Dornbach haben.) Dort gab's vorige Woche das Cupmatch gegen den SV Mattersburg, und obwohl die beiden Mannschaften zwei Klassen auseinanderliegen, war mit einem Sportklubsieg zu rechnen: Seit der verbissene Dominik Thalhammer vom ewigen Willy Kaipel abgelöst wurde, hat die Mannschaft nur noch gewonnen. Und hätte Orhan Kayhan in der fünften Minute nicht eine Hundertprozentige vergeben, hätte es sicher auch diesmal geklappt. So aber gewann Mattersburg locker 2:0, und ich werde heuer wohl keinen Sieg mehr bejubeln.

WOLFGANG KRALICEK


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