STADTRAND

Paketzumutung

Stadtleben | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

Wenn man was im Internet bestellt, dann kommt das meist im Packerl. Und Packerln bringt bei uns immer noch nicht der Weihnachtsmann, sondern die Post. Oder der private Paketdienst, sagen wir DHL. Warum auch immer, jedenfalls hat's der Mann von DHL wahnsinnig eilig und wahrscheinlich ist es ihm auch einfach zu blöd, lange nach Empfängern zu suchen. Da klingelt er doch lieber irgendwo, drückt das Packerl irgendwem in die Hand und lässt sich das irgendwie quittieren. Weg ist er! Auf Umwegen landet die Bestellung dann doch am richtigen Ort, und weil das Packerl zwischendurch ein paar Neugierige in der Hand gehabt haben, ist es auch schon aufgerissen. Wenn man dann bei DHL nachfragt, wieso derlei Sendungen nicht persönlich abgegeben werden, zeigen sie einem die Quittung: Jemand habe schließlich den Empfang bestätigt. Genau: mit dem Namen "Arbeitsaushilfe", so was! Die bei der Post müssen jetzt aber gar nicht so schadenfroh lachen. Die Post lässt nämlich auch lieber abholen (seit neuestem beim 24-Stunden-Paketautomaten!), anstatt zuzustellen. Und wir? Wir packen's nicht. Wir bestellen nix mehr, wir gehen einkaufen! C. W.


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