Jugend ohne Stadt

Steiermark Politik | Christian Maier | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

JUGEND Geschändete Gräber, tödlicher Autounfall: die durchschnittliche steirische Gemeinde Birkfeld rückte wegen ihrer Jugend kürzlich gleich zweimal in die Schlagzeilen. Ihre Problemzonen: Abgeschiedenheit, mangelnde Zukunftsaussichten und zu schnelle Autos.

Wer mit dem Bus von Graz nach Birkfeld will, braucht Zeit, viel Zeit. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt knapp zwei Stunden, eineinhalb Stunden länger als ins gleich weit entfernte Bruck. Der Busfahrer steht kurz vor der Pensionierung und nimmt's locker. Er plaudert mit Senioren, schleicht an Wäldern und Wiesen vorbei. Bei der Auffahrt auf die B 72 stehen zwei Kreuze, die Bundesstraße ist eine gefährliche Strecke, zwischen scharfen Kurven schlängelt sie sich mal bergauf, mal bergab. Birkfeld liegt auf einer Anhöhe. Von der Talstation aus ist von der Gemeinde des oberen Feistritztals nur der Friedhof zu sehen.

Zuletzt rückte diese am Rande der 1700-Seelengemeinde gelegene Ruhestätte gleich zweimal in den Mittelpunkt


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