Furcht vor Fixerstuben

Donja Noormofidi | Steiermark Politik | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

DROGEN Eine neue Studie empfiehlt eine Fixerstube für Graz. Statt auf dreckigen Häusln könnten sich Süchtige dort ihr Heroin spritzen. Die Politik ziert sich, Experten fordern indes bereits Heroin auf Krankenschein.

Kein Dealen und keine großen Mengen an Drogen: Das sind zwei Regeln, die der Grazer Suchtkoordinator Ulf Zeder in die Hausordnung eines Konsumraums schreiben würde. Dafür dürften die Junkies dort ihren Stoff in Wohnzimmeratmosphäre spritzen, schlucken oder schnupfen - ganz wie es ihnen beliebt. Und wenn sie sich zuviel Stoff reindröhnen, ist medizinisches Personal zur Stelle, das auch mit Steuergeldern bezahlt wird und den Süchtigen das Leben rettet.

Solche Konzepte für Konsumräume treibt konservativen Politikern den Angstschweiß auf die Stirn: Der Staat soll dulden, dass sich Junkies Heroin spritzen? Unvorstellbar. Da sich Süchtige aber auch in Graz auf Toiletten ihren Schuss setzen und hilflos sterben, sind Konsumräume in Expertenkreisen unumstritten: Seit Jahren

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