"Keine Kohle für Kritiker"

Tatjana Lesjak | Steiermark Politik | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

INTEGRATION Der Migrantenbeirat beklagt finanzielle Sanktionen, weil er "zu unbequem" sei. Das vom Bürgermeister kontrollierte Integrationsreferat wird indes aufgestockt. Trotzdem ist das Integrationsbudget der Stadt bescheiden.

Die Budgetkürzung ist eine Schweinerei!" Emmanuel Kamdem, Vorsitzender des Grazer Migrantenbeirats, ist verärgert. Das Gremium, das die Interessen der Migranten gegenüber der Stadtpolitik vertritt, bekommt seit vergangenem Jahr um mehr als fünfzig Prozent weniger Geld aus dem Stadtsäckel als davor. "Das ist eine Sanktion, weil wir unbequem sind. Dem Bürgermeister passt es nicht, dass wir seine Aussagen über Homosexualität, Frauen und Türken kritisiert haben." Thomas Rajakovics, Sprecher von Bürgermeister Siegfried Nagl, weist die Vorwürfe zurück: Die Kürzungen seien eine Folge der allgemeinen Sparmaßnahmen.

Unterdessen soll das Budget für das dem Bürgermeisteramt unterstellte, weisungsgebundene Integrationsreferat erhöht werden. Das Referat wurde

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