"Getrieben wie der Hermann Maier"

Hermann Götz | Steiermark Kultur | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

THEATER Franzobel hat wieder ein Stück geschrieben. Mit "Hirschen", das diese Woche in Graz seine Uraufführung erlebt, taucht der Vielschreiber erneut tief in die österreichische Geschichte ein.

Als erste Uraufführung auf der Hauptbühne des Grazer Schauspielhauses steht derzeit Franzobels "Hirschen" am Programm, das sich mit Nazismus, Widerstand und Vergangenheitsbewältigung im steirischen Salzkammergut beschäftigt. Der Falter hat den Autor auf einer Lesereise in Japan aufgestöbert und per E-Mail ausgefragt - über schwangeren Fisch, Mitläufer und vergangenheitsscheue Bürgermeister.

Falter: Weil Sie gerade dort sind: Wie ist es so in Sapporo?

Franzobel: Es schneit. Sapporo ist wie viele japanische Städte, gesichtslos, modern, ein einziges Einkaufszentrum, ohne historischen Stadtkern. Aber es gibt hier einen Karl-Schranz-Gedenkschrein, das beste Sashimi und noch so allerhand kulinarische Besonderheiten wie Qualle oder überbackene Fischmilch. Gestern gab es eine Suppe mit einem schwangeren

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