Ich bin ein Wachturm

Christof Huemer | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 48/06 vom 29.11.2006

MEDIZIN In einer Gesellschaft der Müden, in der Wachheit Pflicht ist, wird Schlaf zum Wettbewerbsnachteil. Koffein hilft. Oder Modafinil, ein Wirkstoff, der ursprünglich Narkoleptiker am Einnicken hindern sollte, heute aber auch im Krieg zum Einsatz kommt. Ein Selbstversuch.

Heute ist einer meiner besten Tage. Seit Stunden sitze ich vor meinem Laptop, bin gut gelaunt, hellwach. Mein letztes freies Wochenende liegt vier Wochen zurück. Ich ackere, und ich genieße es. Als hätte mein Gehirn einen Außenbordmotor. Ich habe heute etwas eingeworfen.

Leider bin ich nicht immer so in Topform. Zwischen acht und elf Uhr morgens kann ich gut schreiben, danach passen die Sätze nicht mehr richtig zueinander, die Konzentration lässt nach, das frustriert. Da ich in diesen drei goldenen Stunden des Vormittags oft Termine habe, muss ich mein Pensum zu mir unpassenden Zeiten erledigen. Schreiben wird zur Qual.

Nicht heute. Auf der Tablette, die ich in der Früh genommen habe, prangt ein schlichtes M,

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