DAS DORF, DAS SEINE ROMA VERTRIEB

Wie man Kriege macht

Steiermark Politik | Norbert Mappes-Niediek | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

Die Bürger von Ambrus sind keine Hinterwäldler. "Wir wissen natürlich, wie heikel das Roma-Problem ist und dass ganz Europa sich schwer damit tut", sagt Branko Hocevar, einer ihrer Wortführer. "Aber wir haben uns das Problem nun mal nicht ausgesucht." Und warten, bis die große Welt es löst, konnten sie wirklich nicht. Seit sie ihr Schicksal selbst in die Hand genommen haben, sind die Bürger von Ambrus weit über die Grenzen Sloweniens bekannt geworden. In der Neuen Zürcher Zeitung, im Wiener Standard, selbst in der New York Times waren Artikel über sie zu lesen.

Am 28. Oktober ist die versammelte Bürgerschaft des idyllisch gelegenen Dörfchens erregt und, wie ein neutraler Augenzeuge berichtet, auch erkennbar alkoholisiert zum Anwesen der Familie Strojan gezogen, um sie zu vertreiben. Angerückte Polizei hat die 31 oder 32 Menschen, die dort wohnten, "evakuiert". Seit einem Monat nun versuchen die Behörden, für die vier Männer, dreizehn Frauen und vierzehn oder fünfzehn Kinder


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