Biss in den eigenen Schweif

Steiermark Kultur | Paul Pechmann | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

FILM Wilhelm Hengstler inszeniert in "Hanns durch die Zeit" ein anregendes Tischgespräch über das Wechselspiel zwischen Kultur, Kommerz und Politik.

Wilhelm Hengstlers Interesse für "extremere Formen" und literarisch ambitionierten Film hat sich schon in den früheren Arbeiten des 1944 in Graz Geborenen gezeigt, in "Tief oben" etwa oder in "Fegefeuer". Für seinen aktuellen Streifen nahm Hengstler nun Anleihen bei Louis Malles Gesprächsfilm "Mein Essen mit André" (1981), auf den in "Hanns" auch angespielt wird. Die weitgehende Reduktion des filmischen Vokabulars auf die naturalistische Einrichtung eines Zwiegesprächs ist dabei eben nicht nur im kleinen Produktionsbudget begründet.

Die eigentliche Hauptfigur von "Hanns" ist ein "Berufsjugendlicher", ein Architekt namens Viktor, der sich in unseren Tagen mit dem "längere Zeit entfernt gewesenen" ÖVP-Politiker Hanns Koren in dem zum Restaurant umfunktionierten Grazer Forum Stadtpark zum Abendessen trifft. Dabei unterrichtet der jüngere


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