Spielplan

Gregor Schenker Und, Carmen Weilharter | Steiermark Kultur | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

Bevor "Die Walzermembran" ins 3raum Anatomietheater nach Wien wechselte (nächste Vorstellung am 6.12.), erlebte die von Joachim J. Vötter verfasste Auftragsarbeit für die Intrograzspection in der Generalmusikdirektion ihre Uraufführung. Vötter hat einen mit den Mehrdeutigkeiten der Sprache spielenden Text über den in Kapfenberg und Graz tätig gewesenen Architekten und Instrumentenbauer Ferdinand Schuster geschrieben, der - ab 1969 Dekan der Architekturfakultät - in seinem Versuch, die Instrumentalisierung unserer Lebenssphären zu ergründen, dem Wahnsinn verfallen und 1972 freiwillig aus dem Leben geschieden war. Im Stück ist Schuster (Andreas Patton) dabei zu beobachten, wie er in seinem Arbeitsraum, hinter Celophan versteckt, an einem Gegenwartsmodell bastelt. Dem jungen Schriftsteller (Andreas Erstling), der ihn dabei besucht, setzt er neben Schopenhauer und Wittgenstein auch seine eigenen zunehmend ins Groteske kippenden Theorien auseinander. Gebrochen wird die Szene durch

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