Hallo, soziale Wärme!

Vorwort | Julia Ortner | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

KOMMENTAR ÖVP und SPÖ einigen sich bei der Grundsicherung auf einen Kompromiss. Die Armut werden sie damit sicher nicht abschaffen.

Was heißt denn schon Armsein, bitte schön? Ist das nicht alles relativ? Ist man schon "ein eiskalter Neoliberaler", wenn man der "Soziale-Wärme-Prosa" in der Armutsdebatte kritische Fragen entgegenhält? Das fragt sich der Presse-Chefredakteur im Leitartikel vom vergangenen Wochenende. Aber auch Grünwähler mit sozialem Hobby machen sich Sorgen wegen der Grundsicherung: "Kriegen das dann auch Studenten, sobald sie alleine wohnen? Wir haben fürs Studium ordentlich zahlen müssen." Ob Bürgerlicher oder Linker - beim Thema Grundsicherung regt sich der ÖAABler in uns: Wer nicht leistet, soll nicht essen.

Daher jetzt einmal eine kleine Begriffserklärung für alle Ahnungslosen, was Armsein eigentlich heißt. Arm ist nicht nur der Obdachlose, der in einer Pappschachtel im Park haust. Wenn man in einer schimmligen Wohnung leben muss, sich das Heizen im Winter


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