Ein Mord zu viel

Vorwort | Bernd Dörler | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

NAHER OSTEN Im Libanon fordert die Hisbollah mehr Macht und riskiert einen Bürgerkrieg. Droht dem Zedernstaat der Weg des Iraks?

Am nahöstlichen Pulverfass glimmen derzeit mehrere Lunten. Die explosivste im Irak. Das Land taumelt in einen Bürgerkrieg, der die Region mit unabsehbaren Folgen erschüttern wird und nur einen Sieger kennt: die Mullahs im Iran, die durch die US-britischen Stümpereien ihre Hegemoniegelüste befriedigen können.

Die nächste, nicht viel weniger gefährliche Krise bahnt sich derzeit im Gazastreifen an. Erst vor einem Jahr haben sich die Israelis aus dem übervölkerten Küstenstrich zurückgezogen. Seither krachen fast jeden Tag Kassem-Raketen in israelische Städte und Dörfer nahe des Gazastreifens. Premier Ehud Olmert ist unter Zugzwang. Er hat mit dem fehlgeschlagenen Libanonkrieg im vergangenen Sommer bei seinem Volk moralischen wie professionellen Kredit verspielt. Um diese Schlappe gutzumachen, kursieren Pläne, wieder in den Gazastreifen einzumarschieren.


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