Wursteleien

Politik | Nicola Löwenstein | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

PRATER Das Kontrollamt übt harte Kritik am teuren Masterplan von Emmanuel Mongon zur Renaissance des Vergnügungsparks.

In der Dämmerung wirkt er wie eine Geisterstadt. Der Wurstelprater hat von März bis Oktober Hauptsaison, Mitte November verirren sich nur vereinzelt Spaziergänger auf das schwach beleuchtete Areal. Nebel durchzieht das Vergnügungsviertel, die Hufe der Karussellponys klappern in der Stille. Aus der Ferne will eine tiefe Stimme Gäste in die Geisterbahn locken, die meisten Praterbetriebe aber haben geschlossen. Silvia Lang würde ihre Spielhalle "Daytona Beach" gerne auch jetzt öffnen, "aber das zahlt sich nicht aus, es kommt immer weniger Publikum", erklärt die Unternehmerin. Die Familie Lang ist seit 140 Jahren im Prater daheim. "Wie die Zukunft aussieht, weiß ich aber nicht", sagt die 44-Jährige. Sie ist sauer.

Grund zum Ärgern sehen viele Unternehmer in Emmanuel Mongon. Die Stadt Wien beauftragte dessen Firma Imageinvest 2003, einen Masterplan für einen attraktiveren


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