PRESSESCHAU

Medien | Gerald John | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

Die komplizierte Welt mit simplen Worten erklären - das kann nicht nur die Sendung mit der Maus. Mindestens so gute Lach-und Sachgeschichten bietet Hugo Chávez, venezolanischer Präsident mit fragwürdigen Freunden und beeindruckenden Wahlsiegen. In der Weltwoche entlarvt Chávez etwa das Automobil als umweltfressendes Monster. "Sie wissen, einem Staatschef geht es wie einem Gefangenen", setzt der Experte an: "Er steigt aus einem Flugzeug - Winken, Winken, Winken -, er wird in ein Auto verfrachtet, schwups, zum Hotel gefahren (...) Was also mache ich? Ich sehe aus dem Fenster und zähle die Autos in New York, Washington, Wien." Zuviele, denn die "kapitalistische Propaganda" im TV behaupte, "die mit den schönen Anzügen und den schicken Autos, das seien anständige Menschen." Dabei sind "die anständigen Menschen diejenigen, die einem behinderten Kind helfen, die sich um Alte und Kranke kümmern oder ihr Brot mit dem teilen, der keines hat." Keine Frage, zu Hause beherzigt Chávez, was er da sagt. Das venezolanische Erdöl wirft ja genügend Dollars ab.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige