Gebautes Verschwinden

Jan Tabor | Kultur | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

BAUKASTEN Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: eine Teilkatastrophe am Kahlenberg und ein Gerichtsurteil, das die Architektenzunft aufatmen lässt.

Das Gipfeldrama auf dem Kahlenberg geht weiter. Das Apartmenthotel ist fertig, der Baukran aber steht immer noch auf der weitest sichtbaren Baustelle von Wien. Nur einige Meter weiter wird am Umbau des alten Restaurants gebastelt. Auf dieser Baustelle zeichnet sich unübersehbar eine Katastrophe für das denkmalgeschützte Bauwerk des Architekten Erich Boltenstern von 1937 ab - am Ende werden wir mit einem Neubau konfrontiert sein, in den Reste des Originalgebäudes eingebaut wurden. Hingegen ist der Neubau des Apartmenthotels hauptsächlich unauffällig - anonyme Architektur.

An sich ist der Begriff "anonyme Architektur" oder "Architektur ohne Architekten" ausgesprochen positiv besetzt. Er deutet verborgene Qualitäten an. Diesbezüglich braucht man sich bei dem Neubau keine Hoffnung zu machen. Nichts. Architektur ohne Eigenschaften. Weder schlecht

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