Bombiges Schäferidyll

Edgar Schütz | Kultur | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

LITERATUR In seinem Roman "Der Sohn des Akkordeonspielers" beschäftigt sich Bernardo Atxaga mit der baskischen Befindlichkeit.

Bernardo Atxaga, der eigentlich Joseba Irazu Garmendia heißt, schreibt auf Euskera (Baskisch) und übersetzt seine Bücher dann gemeinsam mit seiner Frau selbst ins Castellano. Als sein Roman "Der Sohn des Akkordeonspielers" im Herbst 2004 in der spanischen Übersetzung erschien, schlug er ein wie die sprichwörtliche Bombe und entfachte einen mittleren Kulturskandal.

Nachdem der Kritiker Ignacio Echeverría es gewagt hatte, das Buch in El País zu verreißen, geisterte Atxaga in der Folge wie ein Gespenst durch das Blatt. Die Präsentation des Buches in Madrid wurde ebenso abgefeiert wie die Dreharbeiten zur Verfilmung seines Romans "Obabakoak", außerdem erschien auch noch ein wohlwollender Reisebericht über Atxagas engere Heimat. Echeverría hingegen wurde auf Eis gelegt, ehe er in einem offenen Brief an die Öffentlichkeit ging. Der Hintergrund: "El hijo del

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