Guck mal, wer da spricht

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

THEATER Die Autorin Marlene Streeruwitz fühlt sich durch die Hamburger Inszenierung des neuen Stücks von Elfriede Jelinek persönlich angegriffen. Der "Falter" besuchte die Aufführung.

Theateraufführungen werden selten vor Gericht besprochen. Umso kurioser, dass am Hamburger Thalia Theater derzeit eine Inszenierung auf dem Spielplan steht, gegen die gleich zwei verschiedene Personen aus verschiedenen Gründen vor Gericht gegangen sind - oder zumindest damit gedroht haben: Sowohl die Hamburger Journalistin Bettina Röhl als auch die Wiener Autorin Marlene Streeruwitz fühlten sich durch die Uraufführung von Elfriede Jelineks neuem Stück "Ulrike Maria Stuart" persönlich angegriffen.

In dem Text spiegelt Jelinek die Biografien der RAF-Terroristinnen Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin in den beiden rivalisierenden Königinnen Elisabeth und Maria aus Schillers Drama "Maria Stuart". Wie bei Jelinek üblich, ist "Ulrike Maria Stuart" eine aus verschiedenen Quellen gespeiste und mit Originalzitaten


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