Krachende Schwarte

Wolfgang Paterno | Stadtleben | aus FALTER 49/06 vom 06.12.2006

KULINARIK Kunst im öffentlichen Raum, einmal anders: Im Rahmen des Mozartjahrs haben sich Studentinnen im Gemeindebau bekochen lassen.

Herr Ferry kredenzte Haschee mit Hörnchennudeln, Familie Kaup zauberte einen kulinarischen Dreiklang auf den Mittagstisch: Tomatencremesuppe, Fettuccine con funghi, Zimtorangen mit Topfencreme. Und Herr Gottfried, Flanellhemd, aufgekrempelte Hemdsärmel, Polterstimme, richtete Kümmelbraten und Erdäpfelsalat an. Den Braten, so umriss er sein Kochgeheimnis, bei voller Hitze, bei 250 Grad, eineinhalb Stunden brutzeln lassen: bis die Schwarte kracht.

Der Gemeindebau als Randphänomen, als Forschungsterrain von Konfliktforschern, Ethnologen und Innerstädtern. Der Gemeindebau als fremde Dunkelwelt. Eva Engelbert, Marlene Hausegger, Tina Oberleitner und Roswitha Weingrill, vier Studentinnen der Universität für angewandte Kunst, haben sich absichtsvoll für eine andere Art der Annäherung an die Meidlinger Großwohnanlage Am Schöpfwerk entschieden. Im Neuen

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