Ein Sündenfall?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Der Grüne Pius Strobl rückt ins Zentrum der Macht des ORF auf. Derf er denn des?

Es wirkt ungemein entlastend, wenn man bemerkt, dass sich auch andere für die Erhaltung der Moral im Land zuständig fühlen. Die Bestellung Pius Strobls zum Kommunikations-und Marketingchef des ORF sei ein "Sündenfall", hieß es in der Presse. In den Salzburger Nachrichten war von einem "starken Stück" die Rede und davon, dass die Grünen "ihre Unschuld verloren" hätten - "egal, ob sie als Retter der ORF-Unabhängigkeit oder als Ritter gegen Postenschacher in Erscheinung treten werden - man wird es ihnen nicht mehr glauben". Wilhelm Molterer, Mediensprecher der Anti-Postenschacherpartei ÖVP, sagte im Kurier, die Bestellung Strobls habe "mit Anstand nichts mehr zu tun".

Pius Strobl ist in der Tat ein Spezialfall. Der ehemalige Bundesgeschäftsführer der Grünen hat diesen Sommer zur Abwahl der Generaldirektorin Monika Lindner und zur Wahl ihres Nachfolgers Alexander Wrabetz nicht


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