HERO DER WOCHE

Heinz Fischer

Politik | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

Diese Kolumne war bislang wohl der einzige Ort in der Republik, wo Heinz Fischer eine negative Bilanz zu Buche stehen hatte. Vor fünf Monaten kassierte der Bundespräsident den "Dolm" - für ein lauwarmes Statement in der Ortstafeldebatte. Doch weil gerade dem Großmeister der ausgewogenen Formulierung Gerechtigkeit gebührt, darf sich Fischer nun auch der Kür zum "Hero" erfreuen. Gleich zweimal fand das Staatsoberhaupt das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt. Als "absurde Parolen" bezeichnete er im trend Jörg Haiders Gezeter gegen zweisprachige Ortstafeln in Kärnten: "Natürlich kann man den Verfassungsgerichtshof kritisieren, aber es ist eine Frage der intellektuellen Kapazität, mit welcher Wortwahl, auf welchem Niveau man das tut." Auch Haiders Schwester, Sozialministerin Ursula Haubner, bekam den präsidialen Zorn zu spüren, und zwar für ihren ausländerfeindlichen Erlass. Weiter so!


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