Straft die Freier!

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

KOMMENTAR Zum Frauenhandelsprozess in Korneuburg: Männer müssen endlich Fragen stellen, ehe sie Sex kaufen. Der Staat sollte sie dazu zwingen.

Ins Puff zu gehen, das wird längst als menschliche Schwäche akzeptiert. Am Wiener Flughafen werben Bordelle mit riesigen Plakaten. Und mit schicken Websites lockten jene Frauenhändler, die nun in Korneuburg zu Haftstrafen verurteilt wurden (siehe Bericht nebenan). Dabei taten sie nur, was viele auch machen: Per Mausklick konnte man bei ihnen litauische Dorfjugend bestellen, verkleidet als "Beautyqueens" und gegen Aufpreis auch anal, ohne Kondom oder für eine Versteigerung in den Arabischen Emiraten.

Man hat sich an all das gewöhnt. Nur manchmal nennen wir den Alltag Skandal. Dann bekommen wir Einblicke in die Hinterbühne und sehen, dass Prostitution erstaunlich oft kein freiwilliges Geschäft ist. Selbst Minderjährige werden, wie es das Gericht vornehm ausdrückte, "ihrer sexuellen Disposition beraubt", ehe sie Leuten wie Ed Fagan aufs Zimmer


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