Gegner der Googler

Patricia Mussi | Medien | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

UNI Der Plagiatsjäger Stefan Weber ist Studenten, Dozenten und Professoren auf der Spur, die ihre Arbeiten einfach aus Textfetzen aus dem Internet zusammenstückeln - und will die Wissenschaft damit vor ihrem Niedergang bewahren.

Unlautere Beweggründe hat man Stefan Weber schon zur Genüge unterstellt. Als er im vergangenen April die Diplomarbeit einer Assistentin am Klagenfurter Publizistikinstitut als Plagiat enttarnte, hieß es, er wolle die Stelle mit seiner eigenen Freundin nachbesetzen. Und als er vor einem Monat einem Salzburger Theologieprofessor das gleiche Delikt nachwies, galt er plötzlich als Kirchenfeind. Aber wer mit dem habilitierten Kommunikationsforscher spricht, merkt schnell, dass Weber ganz einfach zur aussterbenden Spezies der Korrektheitsfanatiker gehört, mit dem ihr eigenen Sendungsbewusstsein. Mit großem Vergnügen erzählt er die Anekdote von dem Publizistikprofessor, der ihn einmal wissen ließ: "Herr Weber, was ich an Ihnen erstaunlich finde: Ihnen geht es

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