"Jesus, that is shit!"

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

Musik Jarvis Cocker, Kopf der intellektuellen Britpop-Band Pulp, ist nach Paris übersiedelt und hat dort sein erstes Soloalbum aufgenommen. Ein Gespräch über das Böse in der Welt und in uns selbst, über Kultur als Betäubungsmittel und sein Leben ohne Gott in Frankreich.

Als verschrobener, langgliedriger Sänger der Band Pulp verkörperte Jarvis Cocker Mitte der Neunziger den Britpop für denkende Menschen. In der klischeebeladenen Zwickmühle zwischen Blur (Middle Class) und Oasis (Working Class) sprachen Pulp für die "Different Class" all jener, die weder da noch dort reinpassen wollten. "Different Class" hieß folglich auch ihr mit weisen Sozialkommentaren und Pubertätserinnerungen in Gassenhauerformat prallgefülltes, kommerziell erfolgreichstes Album von 1995. Damals hatte die aus dem nordenglischen Sheffield stammende Band bereits eine lange Durststrecke der Erfolglosigkeit hinter sich, und der plötzliche Ruhm mündete geradewegs in die auf "This Is Hardcore" (1998) dokumentierte


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