OHREN AUF!

A Riot on My Own

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

Für den jenseits der Festplattenverstopfung an Musik interessierten Konsumenten hat die Tonträgerverkaufskrise einen entscheidenden Vorteil: Selbst die marktbeherrschenden Konzerne kümmern sich inzwischen immer stärker um die Interessen des erwachsenen Musikhörers, der mit dem physischen Tonträger sozialisiert wurde und - sei es aus Nostalgie, sei es aus echtem Qualitätsbewusstsein - auch nach wie vor daran festhält. So wird aus der Not eine Tugend und das Archiv der Plattenfirmen durch Reissues und modifizierte Neueditionen klassischer Alben zur ständig wichtiger werdenden Einnahmequelle.

Pünktlich zum dreißigsten Geburtstag der britischen Punkbewegung wurden solcherart jetzt auch The Clash gewürdigt. Neben den Sex Pistols waren sie die bis heute bekanntesten Protagonisten dieser Szene; vor allem aber haben Joe Strummer & Co das umfangreichste und - dank diverser, vom geradlinigen Punk abweichender Stilexperimente zwischen Rock-'n'-Roll-Nostalgie, Reggae und Old-School-HipHop


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